I got the addresses of authorities who might be consulted in a case like mine from the embassy of the Czech Republic, and then, immediately after arriving at Ruzyňe airport on a day which was much too bright, almost over-exposed, a day, said Austerlitz, when people looked as ill and grey as if they were all chronic smokers not far from death, I took a taxi to the Karmelitská in the Lesser Quarter, where the State Archives are housed in a very peculiar building going far back in time if not even, like so much in the city of Prague, standing outsider time altogether. You go in through a narrow doorway let into the main portal, and find yourself first in a dim barrel-vaulted entrance through which coaches and carriages used to drive into the inner courtyard. This courtyard measures some twenty by fifty metres, is roofed by a glazed dome, and on three storeys has galleries running round it, giving access to the rooms containing the archives, where the windows look out on the street. The entire building, from the outside more like a mansion house than anything else, therefore consists of four wings, each not much more than three metres deep, set around the courtyard in an almost Illusionist manner and without any corridors or passages in them. It is a style resembling the prison architecture of the bourgeois epoch, when it was decided that the most useful design for the penal system was to build wings of cells around a rectangular or circular courtyard, with catwalks running along the interior.






Ich erkundigte mich bei der tschechischen Botschaft nach den Adressen der in einem Fall wie dem meinem in Frage kommenden Stellen und bin dann, sofort nach meiner Ankunft auf dem Flughafen Ruzyňe, an einem viel zu hellen, gewissermaßen überbelichteten Tag, an dem die Menschen, so sagte Austerlitz, so krank und grau aussahen, als wären sie sämtlich chronische, nicht mehr weit von ihrem Ende entfernte Raucher, mit einem Taxi in die Karmelitská auf der Kleinseite gefahren, wo das Staatsarchiv untergebracht ist in einem sehr sonderbaren, weit in die Zeit zurückreichenden, wenn nicht gar, wie so vieles in dieser Stadt, außerhalb der Zeit stehenden Bau. Man betritt ihn durch eine enge, in das Hauptportal eingelassene Tür und befindet sich zunächst in einem dammrigen Tonnengewölbe, durch das früher einmal die Kutschen und Kaleschen hineinrollten in den von einer verglasten Kuppel überwölbten, wenigstens zwanzig mal fünfzig Meter messenden inneren Hof, der auf drei Stockwerken umgeben ist von einer Galerie, über die man Zugang hat zu den Kanzleikammern, durch deren Fenster der Blick hinabgeht auf die Gasse, so daß also das ganze, von außen am ehesten einem Stadtpalais gleichende Gebäude gebildert wird von vier nicht viel mehr als drei Meter tiefen, um den Hofraum herum in gleichsam illusionistischer Manier aufgeführten Flügeln, in welchen es keine Korridore und Gänge gibt, ähnlich wie man es kennt aus der Gefängnisarchitektur der bürgerlichen Epoche, in der sich das Muster der um einem rechtwinkligen oder runden Hof gebauten, an der Innenseite mit Laufstegen versehenen Zellentrakte als das für den Strafvollzug günstigste durchgesetzt hat.

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