If I try to conjure up a picture of that waiting-room today I immediately see the Nocturama, and if I think of the Nocturama the waiting-room springs to mind, probably because when I left the zoo that afternoon I went straight into the station, or rather first stood in the square outside it for some time to look up at the façade of that fantastical building, which I had taken in only vaguely when I arrived in the morning. Now, however, I saw how far the station constructed under the patronage of King Leopold II exceeded its purely utilitarian function, and I marvelled at the verdigris-covered negro boy who, for a century now, has sat upon his dromedary on top of an oriel turret to the left of the station façade, a monument to the world of animals and native peoples of the African continent, alone against the Flemish sky. When I entered the great hall of the Centraal Station with its dome arching sixty metres high above it, my first thought, perhaps triggered by my visit to the zoo and the sight of the dromedary, was that this magnificent although then severely dilapidated foyer ought to have cages for lions and leopards let into its marble niches, and aquaria for sharks, octopuses and crocodiles, just as some zoos, conversely, have little railway trains in which you can, so to speak, travel to the farthest corners of the earth.



Versuche ich diesen Wartesaal heute mir vorzustellen, sehe ich sogleich das Nocturama, und denke ich an das Nocturama, dann kommt mir der Wartesaal in den Sinn, wahrscheinlich weil ich an jenem Nachmittag aus dem Tiergarten direkt in den Bahnhof hineingegangen beziehungsweise eine Zeitlang zunächst auf dem Platz vor dem Bahnhof gestanden bin und hinaufgeblickt habe an der Vorderfront dieses phantastischen Gebäudes, das ich am Morgen bei meiner Ankunft nur undeutlich wahrgenommen hatte. Jetzt aber sah ich, wie weit der unter dem Patronat des Königs Leopold II errichtete Bau über das bloß Zweckmäßige hinausreichte, und verwunderte mich über den völlig mit Grünspan überzogenen Negerknaben, der mit seinem Dromedar als ein Denkmal der afrikanischen Tier- und Eingeborenenwelt hoch droben auf einem Erkerturm zur Linken der Bahnhofsfassade seit einem Jahrhundert allein gegen den flandrischen Himmel steht. Als ich die von einer sechzig Meter hohen Kuppel überwölbte Halle der Centraal Station betrat, war mein erster, vielleicht durch den Tiergartenbesuch und den Anblick des Dromedars in mir ausgelöster Gedanke, daß es hier, in diesem prunkvollen, damals allerdings stark heruntergekommenen Foyer, in die marmornen Nischen ingelassene Käfige für Löwen und Leoparden und Aquarien für Haifische, Kraken und Krokodile geben müßte, gerade so wie man umgekehrt in manchen zoologischen Gärten mit einer kleinen Eisenbahn durch die fernsten Erdteile fahren kann.

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